Erster Infoabend (11.09.2025)

Rund 150 Interessierte kamen zum ersten Infoabend.

„Das war einfach überwältigend“, sagte Vorstandsmitglied Christian Asmussen
und sprach damit der gesamten Interessengemeinschaft aus dem Herzen. „Enger
Miteinander“ hatte am 11. September zum Info-Abend in „Berger’s Landgasthof“
nach Enge eingeladen, um ihr soziales Wohnbauprojekt erstmals der Öffentlichkeit
vorzustellen.

Von der Idee, die Dierk „Schnieder“ Jensen im Oktober 2021 hatte, bis zu diesem
Abend, vergingen fast vier Jahre – entsprechend groß war die Anspannung in der
Interessengemeinschaft, die sich im Januar 2024 gegründet hatte. Unzählige
Stunden waren für die ehrenamtlich tätige Gruppe seitdem in dieses Projekt
geflossen, viele lange Abend in Feuerwehrgerätehäusern – aber würde sich dieser
Aufwand auch lohnen? Ja, das tat er!

Wirt Andreas Reichle hatte drei lange Tischreihen im großen Saal bestuhlt, aber
das sollte am Ende nicht reichen. Knapp 150 Personen nahmen letztlich am ersten
Infoabend von „Enger Miteinander“ teil. Gemeinsam schleppten Mitglieder und
Gäste schnell weitere Tische und Stühle heran, damit am Ende alle einen Sitzplatz
hatten. Als sich schließlich alles sortiert hatte, führte das mittlerweile 13-köpfige
Team der Interessengemeinschaft 70 Minuten lang durch das Projekt und stellte
sich auch persönlich vor.

„Die Rückmeldungen waren großartig“, sagte Stephanie Spies, Mitglied im
Aufsichtsrat. „Der Abend kam offenbar gut an – das ist toll und erleichtert uns alle
riesig.“ Sie bedankte sich auch ausdrücklich bei Andreas „Andi“ Reichle, der
diesen Abend mit großem Engagement unterstützte. Ohne zu wissen, wie viele
Gäste letztlich kommen würden. „Berger’s Gasthof war der perfekte Ort!“
Unter anderem kam bei den Gästen gut an, dass das Gemeinschaftshaus und alle
Häuser barrierefrei geplant sind – und Haustiere willkommen sind. Auf viel
Resonanz stieß bei Stephanie Spies & Co ein Vorschlag aus dem Publikum, den
Wohnpark mit einem elektrisch betriebenen Gemeinschaftsauto auszustatten,
einem Dörpsmobil.

Auf den Tischen wurden Zeichnungen des Gemeinschaftshauses verteilt, das den
Mittelpunkt des Wohnparks „Lütt Ackern“ bilden soll. Grundrisse der ingesamt 30
Wohnungen, Lagepläne, auf denen sich ablesen ließ, was womöglich schon im
kommenden Jahr zwischen den Hausnummer 42 und 44 in der Dorfstraße in Enge
entstehen könnte. Die Gäste durften die Unterlagen mitnehmen, ein Angebot, das
gerne angenommen wurde.

Diesem ersten Abend soll ein zweiter folgen, wenn es weitere Details zu berichten
gibt. Dann, davon ist auszugehen, wird die Interessengemeinschaft längst eine
Genossenschaft sein. Sie gründete sich in dieser Rechtsform im Januar 2025 und
wartete an diesem 11. September noch auf die finale Aufnahme in das
entsprechende Register.

Die Genossenschaft will nicht nur das Wohnprojekt umsetzen, sie wird es später
auch verwalten. Wer dort wohnen möchte, muss Mitglied der Genossenschaft sein.
Allerdings ist das bereits mit einer einmaligen Einlage von 100 Euro möglich. „Das
ist ein sehr geringer Beitrag“, sagte Dierk Jensen. „Aber da der soziale Gedanke im
Vordergrund stehen soll, wollen wir nicht mit einem zu hohen Beitrag Menschen
ausschließen, die sich diesen nicht leisten können.“

Jensen setzt allerdings auch darauf, dass der Slogan „Enger Miteinander“ auch
dazu führen wird, dass Personen in dieser Genossenschaft Geld anlegen, die dort
nicht wohnen werden. So wie Jensen und seine Mitstreitenden. Menschen, die das
Wohnprojekt nur deshalb unterstützen, weil es ein gute Sache für die Gemeinde
ist. „Jeder, der sein Geld hier anlegt, bekommt es selbstverständlich zurück. Aber
von diesen Einlagen lebt das Projekt zu einem wesentlichen Teil.